Die Prüfungen sind vorbei und als Résumé kann ich sagen, dass es einige Unterschiede zwischen der Europäischen und Asiatischen Lehr und Prüfungsweise gibt. Angefangen beim Lernen der Studenten (wie im vorhergehenden Beitrag beschrieben) bis letztendlich auch zur Abfrageweise. Viele der Prüfungen waren anstatt Ausrichtung auf Logik und Transferaufgaben mehr auf die Abfrage von erlerntem Wissen gerichtet.
Definitionen und Multiple-Choice sind ein gern verwendetes Mittel um das "Wissen" der Studenten abzufragen.
Bei den Prüfungen sind die Professoren abwesend und deren Assistenten übernehmen die Kontrollaufgabe. Lustigerweise bekommt man die Yonsei eigenen Antwortbögen welche natürlich in Koreanisch sind. Leider warten International Students auf die Erläuterung der Schriftzeichen für Name - Datum - etc. vergeblich.
In allen meinen Klausuren waren die Lehrassistenten nicht in der Lage ausreichend Englisch zu sprechen um deren Belange richtig auszudrücken. In allen Fällen bei denen ich um eine Übersetzung auf Englisch bat - kamen mir Klassenkameraden zu Hilfe. Dennoch war ich negativ überrascht solch schlechte Druchgängigkeit in internationalen Kursen vorzufinden.
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Nun zu etwas erfreulicheren Dingen:
Die Prüfungen sind vorbei und das will ordentlich gefeiert werden. Die letzte Woche war ich wieder unterwegs und hab mich zum kulturellen Austausch und Feiern getroffen....
Nun noch kurz zum kulinarischen Highlight der letzten Woche.
"living octopus"
In einem Restaurant haben wir uns lebenden Tintenfisch bestellt. Dabei ist die Definition "lebend" nicht ganz richtig. Denn ein augeweideter Tintenfisch wird in mehr oder weniger mundgerechte Stücke zerhackt auf einem Teller serviert.
Dennoch ist er sicherlich nicht tod - den die Tentakeln sind noch extrem reaktionsfreudig. Sie saugen sich an Teller und Stäbchen fest - und es hat einen gewissen Überwindungsfaktor das sich noch bewegende "Teil" durch einen Dip zu ziehen und dann in den Mund zu stecken.
Dabei sei gesagt, dass es nicht einfach mit runterschlucken getan ist. Aufgrund der hochaktiven Saugfunktion ist es gefährlich - es wäre nicht das erste Mal, dass sich ein Stück Tintenfisch beim Schucken festsaugt und zumindest zu einem kurzen Krankenhausaufenthalt führt.
Deshalb wird extra darauf hingewiesen, man möge ordentlich kauen.
Gesagt - Getan! Naja, fast...
Es sei noch erwähnt, dass es ein ungewohntes Gefühl ist, etwas zu zerkauen, dass sich permanent an Zunge Zähnen und Wange festsaugt... ;-)
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