Montag, 13. Oktober 2008


Heute ist es nun wieder so weit – der Blog ist akutalisiert und es gibt ein paar Erfahrungen die ich mit euch teilen möchte.

Zur zeitlichen Einordnung – in einer Woche stehen die Midterm-Exams an und ich bin eifrig dabei meine Hausaufgaben zu machen. Dennoch gibt es wie immer viele neue Sachen von denen ich berichten möchte.



Zwar wurde mir nach Überweisung der Miete mitgeteilt, dass es hier in der Nähe des International House eine Baustelle gibt, dass diese jedoch gleich angrenzend um das Studentenwohnheim ist, weniger. Auch die errichtete – 6 m hohe – Schallschutzwand hilft mir im 5. Stock nicht wirklich.

Hier ein kleiner Ausblick aus meinem Fenster, welches zwar nicht kaputt ist jedoch keinerlei Lärmschutz bietet.



Die Konsequenz ist bewundernswert und es ist ab und zu amüsant und ablenkend dem lustigen Treiben der Koreaner zuzusehen. Die andere Seite der Medaille sieht schwarz aus!

Da Yonsei auf Fels gebaut ist, werden die 4 geplanten Stockwerke – unter der Erde, wohlgemerkt – mit Hilfe von Dynamit herausgesprengt. Mit fünf Baggern wird von 7°° morgens bis 6°° abends fleißig der Untergrund von einer Seite zur andern bewegt. Das Ganze findet 7 Tage die Woche statt und auf Feiertage wird ebenfalls wenig Rücksicht genommen.

Die ersten Wochen waren wirklich anstrengend – mittlerweile habe ich mich jedoch daran gewöhnt. Wenn mein Lernen wieder mal von Lärm und Detonationsbeben nachhaltig gestört ist, weiche ich in andere Studierlounges oder die überfüllte Bibliothek aus.



Hier in Korea gilt offensichtlich das Motto: Je mehr man für etwas tut – desto besser wird es.

Dies widerstrebt etwas meinen Europäischen Verständnis von Produktivität, zügige Fortfahren und baldiges Abschließen.

Für eines meiner letzten Projekte mussten wir uns 7 Mal in 5 Tagen treffen um einen fertigen Report abzugeben. Koreanisches Teamwork in dieser Weise ist für mich eindeutig zu zeitaufwändig!


Koreaner werden von klein auf ans Lernen gewöhnt. Sodass viele Koreaner jede freie Minute bis mindestens nachts um 2 in der Bibliothek verbringen. Mir wurde gesagt, dass während den Prüfungsphasen sogar einige dort schlafen – bald werd ich es herausfinden.


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In einem früheren Bericht hab ich auf die Gründung der „International Soju Community“ hingewiesen. Mit stolz darf ich bekannt geben, dass ich zum „Soju – King“ gekrönt wurde – die „Soju – Queen“ ist durch Elise personifiziert. Mein Amt verleiht mir nicht die Macht zu „Freigetränken“ jedoch bevollmächtigt es mich jeden Ausgehabend die Trinkrede zu halten und über die Frequenz zu entscheiden. ;-)



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So schaut die typische Menukarte eines traditionellen Koreanischen Restaurants aus. Es gibt weder Bilder noch Anhaltspunkte was sich hinter den Zeichen versteckt. Am Anfang macht dieses System Fremden mächtig zu schaffen… Oftmals half mir nur sinnloses tippen und gespannt sein, was sich hinter dem bestellten „Überraschungspaket“ verbirgt. Jedoch hab ich schnell gelernt, was „scharf“, „Suppe“ und ähnliches bedeutet.



Im Tisch eingelassen befindet sich eine Gasflamme welche wahlweise zum Grillen oder Braten verwendet wird. Hier wird gerade eine Meeresfrüchte - Pfanne *live on stage* für uns zubereitet.



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Ab sofort werde ich mich öfter in diesen Räumlichkeiten aufhalten.

Das Foto wurde ganz zu Anfang gemacht und zeigt die leere Bibliothek.

Mittlweile schaut es schon ganz anders aus.

Übers Internet muss man sich die Lerninseln und Studierplätze im Voraus für eine begrenzte Zeit reservieren. Andernfalls ist es fast unmöglich einen freien Platz zu ergattern.


Beste Grüße aus Seoul