Samstag, 22. November 2008

Japan

Lange wurde darauf gewartet - endlich ist es wieder soweit...
Die letzten Wochen waren voll von Ereignissen und ich kam gar nicht dazu euch einen Einblick zu verschaffen.





Wir drei bei den nationalen Kendomeisterschaften - neben der Austragung waren wir der zweite Blickfang, wir fanden heraus, dass die Tribüne mit den Japanischen Junioren Nationalteam teilten und außer uns kein westlich aussehendes Gesicht in der Festhalle war. Das "Zoofeeling" kam spätestens als mehrere Personen anfingen Bilder von uns zu machen...

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -




War so ganz anders als ich es mir vorgestellt hatte. Mein stereotypes Bild von der überlaufenen Megacity - laut, Lichtermeer... etc. hat sich nicht erfüllt.
Im Gegensatz dazu wurde ich von einem Tokio empfangen welches Ruhe ausstrahlte, keine hektischen Menschen, alles gut überschaubar.... in der U-Bahn sollen laut Vorschriftstafeln schnelles Gehen und sogar Sprechen auf ein Minimum reduziert werden.



Das Herz Tokios besteht aus einem riesigen Park welcher zum Teil den Gemächern der Königsfamilie angehört. Dieses Bild gibt einen kleinen Eindruck vom grünen Zentrum der Stadt.

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -




Der Tokio Tower - ein Nachbau des Eiffelturm - 6,8m höher... was Elise sehr erbost hat...



Die Aussicht war natürlich super - bei Nacht konnte man die eigentliche Größe Tokios erahnen. Gigantisch!!! Nur die Menschenmassen - welche offensichtlich hier wohnen, konnten wir während unseres Aufenthalts nicht ausfindig machen!

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -



BEST SUSHI EVER !!!!! eine Gaumenfreude war der Besuch des Fischmarktes frühs um 5 Uhr mit anschließenden Sushi-Frühstück gleich in einem kleinen Restaurant am Markt!!!
WOW - auch jetzt zurückdenkend - läuft mir gleich das Wasser im Mund zusammen und ich kann nur jeden wärmstens Empfehlen das Gleiche zu tun sollte jemand einen Stop in Japan machen!

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -




Eine schöne Zeit - bis bald!!!

Samstag, 1. November 2008

Die Prüfungen sind vorbei und als Résumé kann ich sagen, dass es einige Unterschiede zwischen der Europäischen und Asiatischen Lehr und Prüfungsweise gibt. Angefangen beim Lernen der Studenten (wie im vorhergehenden Beitrag beschrieben) bis letztendlich auch zur Abfrageweise. Viele der Prüfungen waren anstatt Ausrichtung auf Logik und Transferaufgaben mehr auf die Abfrage von erlerntem Wissen gerichtet.
Definitionen und Multiple-Choice sind ein gern verwendetes Mittel um das "Wissen" der Studenten abzufragen.
Bei den Prüfungen sind die Professoren abwesend und deren Assistenten übernehmen die Kontrollaufgabe. Lustigerweise bekommt man die Yonsei eigenen Antwortbögen welche natürlich in Koreanisch sind. Leider warten International Students auf die Erläuterung der Schriftzeichen für Name - Datum - etc. vergeblich.
In allen meinen Klausuren waren die Lehrassistenten nicht in der Lage ausreichend Englisch zu sprechen um deren Belange richtig auszudrücken. In allen Fällen bei denen ich um eine Übersetzung auf Englisch bat - kamen mir Klassenkameraden zu Hilfe. Dennoch war ich negativ überrascht solch schlechte Druchgängigkeit in internationalen Kursen vorzufinden.

_______________________________




Nun zu etwas erfreulicheren Dingen:
Die Prüfungen sind vorbei und das will ordentlich gefeiert werden. Die letzte Woche war ich wieder unterwegs und hab mich zum kulturellen Austausch und Feiern getroffen....


Nun noch kurz zum kulinarischen Highlight der letzten Woche.

"living octopus"
In einem Restaurant haben wir uns lebenden Tintenfisch bestellt. Dabei ist die Definition "lebend" nicht ganz richtig. Denn ein augeweideter Tintenfisch wird in mehr oder weniger mundgerechte Stücke zerhackt auf einem Teller serviert.
Dennoch ist er sicherlich nicht tod - den die Tentakeln sind noch extrem reaktionsfreudig. Sie saugen sich an Teller und Stäbchen fest - und es hat einen gewissen Überwindungsfaktor das sich noch bewegende "Teil" durch einen Dip zu ziehen und dann in den Mund zu stecken.
Dabei sei gesagt, dass es nicht einfach mit runterschlucken getan ist. Aufgrund der hochaktiven Saugfunktion ist es gefährlich - es wäre nicht das erste Mal, dass sich ein Stück Tintenfisch beim Schucken festsaugt und zumindest zu einem kurzen Krankenhausaufenthalt führt.
Deshalb wird extra darauf hingewiesen, man möge ordentlich kauen.
Gesagt - Getan! Naja, fast...
Es sei noch erwähnt, dass es ein ungewohntes Gefühl ist, etwas zu zerkauen, dass sich permanent an Zunge Zähnen und Wange festsaugt... ;-)


_______________________________________