Mittwoch, 17. Dezember 2008

Bald geht es wieder nach Hause!
Heute hab ich meine letzten Prüfungen geschrieben und nun heißt es die restliche Zeit genießen bis am Montag der Aufbruch naht. Hier ein einmaliges Erlebniss - Schnee in Seoul, 4 Std. weiße Pracht inmitten der Großstadt!
Am schönesten war es mit den internationalen Studenten die noch nie in ihrem Leben Schnee gesehen haben... die haben sich gefreut wie Kinder... sooo cool!


_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _

Vergangenen Samstag waren wir im entmilitarisierten "Friedensstreifen". Dabei handelt es sich um eine der schwerst bewaffneten Gebiete der Welt.
Auf dem Bild kann man aus Sicht von Süd Koreanischer Seite das Hauptquartier Nord Korean in der "Peacezone" sehen. Die blauen Gebäude stellen Verhandlunggebäude dar welche je zur Hälfte auf Nord und Südlichen Territorium stehen.
Ziemlich angespanntes Verhältniss, Soldaten von Süd und Nord stehen sich gegenüber während man von unzählige Überwachungskameras aufgenommen, begutachtet und registriert wird.



Hier noch ein Bild mit Blick auf die Nord Koreanische Seite. Eine verlassene Stadt in welcher der höchste Fahnenmast der Welt steht. Allein die Fahne wiegt 300kg.


_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _

Hier endet nun mein Onlinebericht - ich hoffe ihr konntet Einblicke und Eindrücke zu meinen Aufenthalt in Korean gewinnen...
Ein schönes Weihnachtsfest und auf baldiges Wiedersehn, spätestens im neuen Jahr!

Samstag, 6. Dezember 2008

Herbst in Yonsei...
hier einige Impressionen von meinen täglichen Wegen durch den Campus!








- - - - - - - - - - - - - - - - - - - -

Diese kulinarische Delikatesse stellt Hundesuppe dar. Dabei handelt es sich um eine spezielle Art von Hund welche auf schweinegröße heranwächst und sehr zahrtes Fleisch hat. Leider konnte ich davon keine Bilder finden...
Fazit: ganz gut... wird erneut verkostet

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - -

Elise und ich.... Sojuqueen und Sojuking... mit Zepter!


on tour...

Samstag, 22. November 2008

Japan

Lange wurde darauf gewartet - endlich ist es wieder soweit...
Die letzten Wochen waren voll von Ereignissen und ich kam gar nicht dazu euch einen Einblick zu verschaffen.





Wir drei bei den nationalen Kendomeisterschaften - neben der Austragung waren wir der zweite Blickfang, wir fanden heraus, dass die Tribüne mit den Japanischen Junioren Nationalteam teilten und außer uns kein westlich aussehendes Gesicht in der Festhalle war. Das "Zoofeeling" kam spätestens als mehrere Personen anfingen Bilder von uns zu machen...

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -




War so ganz anders als ich es mir vorgestellt hatte. Mein stereotypes Bild von der überlaufenen Megacity - laut, Lichtermeer... etc. hat sich nicht erfüllt.
Im Gegensatz dazu wurde ich von einem Tokio empfangen welches Ruhe ausstrahlte, keine hektischen Menschen, alles gut überschaubar.... in der U-Bahn sollen laut Vorschriftstafeln schnelles Gehen und sogar Sprechen auf ein Minimum reduziert werden.



Das Herz Tokios besteht aus einem riesigen Park welcher zum Teil den Gemächern der Königsfamilie angehört. Dieses Bild gibt einen kleinen Eindruck vom grünen Zentrum der Stadt.

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -




Der Tokio Tower - ein Nachbau des Eiffelturm - 6,8m höher... was Elise sehr erbost hat...



Die Aussicht war natürlich super - bei Nacht konnte man die eigentliche Größe Tokios erahnen. Gigantisch!!! Nur die Menschenmassen - welche offensichtlich hier wohnen, konnten wir während unseres Aufenthalts nicht ausfindig machen!

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -



BEST SUSHI EVER !!!!! eine Gaumenfreude war der Besuch des Fischmarktes frühs um 5 Uhr mit anschließenden Sushi-Frühstück gleich in einem kleinen Restaurant am Markt!!!
WOW - auch jetzt zurückdenkend - läuft mir gleich das Wasser im Mund zusammen und ich kann nur jeden wärmstens Empfehlen das Gleiche zu tun sollte jemand einen Stop in Japan machen!

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -




Eine schöne Zeit - bis bald!!!

Samstag, 1. November 2008

Die Prüfungen sind vorbei und als Résumé kann ich sagen, dass es einige Unterschiede zwischen der Europäischen und Asiatischen Lehr und Prüfungsweise gibt. Angefangen beim Lernen der Studenten (wie im vorhergehenden Beitrag beschrieben) bis letztendlich auch zur Abfrageweise. Viele der Prüfungen waren anstatt Ausrichtung auf Logik und Transferaufgaben mehr auf die Abfrage von erlerntem Wissen gerichtet.
Definitionen und Multiple-Choice sind ein gern verwendetes Mittel um das "Wissen" der Studenten abzufragen.
Bei den Prüfungen sind die Professoren abwesend und deren Assistenten übernehmen die Kontrollaufgabe. Lustigerweise bekommt man die Yonsei eigenen Antwortbögen welche natürlich in Koreanisch sind. Leider warten International Students auf die Erläuterung der Schriftzeichen für Name - Datum - etc. vergeblich.
In allen meinen Klausuren waren die Lehrassistenten nicht in der Lage ausreichend Englisch zu sprechen um deren Belange richtig auszudrücken. In allen Fällen bei denen ich um eine Übersetzung auf Englisch bat - kamen mir Klassenkameraden zu Hilfe. Dennoch war ich negativ überrascht solch schlechte Druchgängigkeit in internationalen Kursen vorzufinden.

_______________________________




Nun zu etwas erfreulicheren Dingen:
Die Prüfungen sind vorbei und das will ordentlich gefeiert werden. Die letzte Woche war ich wieder unterwegs und hab mich zum kulturellen Austausch und Feiern getroffen....


Nun noch kurz zum kulinarischen Highlight der letzten Woche.

"living octopus"
In einem Restaurant haben wir uns lebenden Tintenfisch bestellt. Dabei ist die Definition "lebend" nicht ganz richtig. Denn ein augeweideter Tintenfisch wird in mehr oder weniger mundgerechte Stücke zerhackt auf einem Teller serviert.
Dennoch ist er sicherlich nicht tod - den die Tentakeln sind noch extrem reaktionsfreudig. Sie saugen sich an Teller und Stäbchen fest - und es hat einen gewissen Überwindungsfaktor das sich noch bewegende "Teil" durch einen Dip zu ziehen und dann in den Mund zu stecken.
Dabei sei gesagt, dass es nicht einfach mit runterschlucken getan ist. Aufgrund der hochaktiven Saugfunktion ist es gefährlich - es wäre nicht das erste Mal, dass sich ein Stück Tintenfisch beim Schucken festsaugt und zumindest zu einem kurzen Krankenhausaufenthalt führt.
Deshalb wird extra darauf hingewiesen, man möge ordentlich kauen.
Gesagt - Getan! Naja, fast...
Es sei noch erwähnt, dass es ein ungewohntes Gefühl ist, etwas zu zerkauen, dass sich permanent an Zunge Zähnen und Wange festsaugt... ;-)


_______________________________________

Montag, 13. Oktober 2008


Heute ist es nun wieder so weit – der Blog ist akutalisiert und es gibt ein paar Erfahrungen die ich mit euch teilen möchte.

Zur zeitlichen Einordnung – in einer Woche stehen die Midterm-Exams an und ich bin eifrig dabei meine Hausaufgaben zu machen. Dennoch gibt es wie immer viele neue Sachen von denen ich berichten möchte.



Zwar wurde mir nach Überweisung der Miete mitgeteilt, dass es hier in der Nähe des International House eine Baustelle gibt, dass diese jedoch gleich angrenzend um das Studentenwohnheim ist, weniger. Auch die errichtete – 6 m hohe – Schallschutzwand hilft mir im 5. Stock nicht wirklich.

Hier ein kleiner Ausblick aus meinem Fenster, welches zwar nicht kaputt ist jedoch keinerlei Lärmschutz bietet.



Die Konsequenz ist bewundernswert und es ist ab und zu amüsant und ablenkend dem lustigen Treiben der Koreaner zuzusehen. Die andere Seite der Medaille sieht schwarz aus!

Da Yonsei auf Fels gebaut ist, werden die 4 geplanten Stockwerke – unter der Erde, wohlgemerkt – mit Hilfe von Dynamit herausgesprengt. Mit fünf Baggern wird von 7°° morgens bis 6°° abends fleißig der Untergrund von einer Seite zur andern bewegt. Das Ganze findet 7 Tage die Woche statt und auf Feiertage wird ebenfalls wenig Rücksicht genommen.

Die ersten Wochen waren wirklich anstrengend – mittlerweile habe ich mich jedoch daran gewöhnt. Wenn mein Lernen wieder mal von Lärm und Detonationsbeben nachhaltig gestört ist, weiche ich in andere Studierlounges oder die überfüllte Bibliothek aus.



Hier in Korea gilt offensichtlich das Motto: Je mehr man für etwas tut – desto besser wird es.

Dies widerstrebt etwas meinen Europäischen Verständnis von Produktivität, zügige Fortfahren und baldiges Abschließen.

Für eines meiner letzten Projekte mussten wir uns 7 Mal in 5 Tagen treffen um einen fertigen Report abzugeben. Koreanisches Teamwork in dieser Weise ist für mich eindeutig zu zeitaufwändig!


Koreaner werden von klein auf ans Lernen gewöhnt. Sodass viele Koreaner jede freie Minute bis mindestens nachts um 2 in der Bibliothek verbringen. Mir wurde gesagt, dass während den Prüfungsphasen sogar einige dort schlafen – bald werd ich es herausfinden.


- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -


In einem früheren Bericht hab ich auf die Gründung der „International Soju Community“ hingewiesen. Mit stolz darf ich bekannt geben, dass ich zum „Soju – King“ gekrönt wurde – die „Soju – Queen“ ist durch Elise personifiziert. Mein Amt verleiht mir nicht die Macht zu „Freigetränken“ jedoch bevollmächtigt es mich jeden Ausgehabend die Trinkrede zu halten und über die Frequenz zu entscheiden. ;-)



- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -



So schaut die typische Menukarte eines traditionellen Koreanischen Restaurants aus. Es gibt weder Bilder noch Anhaltspunkte was sich hinter den Zeichen versteckt. Am Anfang macht dieses System Fremden mächtig zu schaffen… Oftmals half mir nur sinnloses tippen und gespannt sein, was sich hinter dem bestellten „Überraschungspaket“ verbirgt. Jedoch hab ich schnell gelernt, was „scharf“, „Suppe“ und ähnliches bedeutet.



Im Tisch eingelassen befindet sich eine Gasflamme welche wahlweise zum Grillen oder Braten verwendet wird. Hier wird gerade eine Meeresfrüchte - Pfanne *live on stage* für uns zubereitet.



- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -

Ab sofort werde ich mich öfter in diesen Räumlichkeiten aufhalten.

Das Foto wurde ganz zu Anfang gemacht und zeigt die leere Bibliothek.

Mittlweile schaut es schon ganz anders aus.

Übers Internet muss man sich die Lerninseln und Studierplätze im Voraus für eine begrenzte Zeit reservieren. Andernfalls ist es fast unmöglich einen freien Platz zu ergattern.


Beste Grüße aus Seoul


Samstag, 27. September 2008


Welcome to Seoul Tower!


Ein Highlight der Woche - Seoul Tower - über den Dächern der Stadt die unendliche Weite und das Ausmaß von Seoul zu bestaunen. Nahezu täglich blauer Himmel, Sonne und sinkende Temperaturen ermöglichen einen gigantischen Blick über die Stadt.
Viele Worte - kurzer Sinn.
Genießt die Bilder und taucht ein in die Vielfalt Seouls!






Beste Grüße aus Seoul!

Freitag, 19. September 2008


SEOUL - Megacity:
Die City an sich ist einfach so gewaltig, dass es unmöglich ist diese darzustellen. Unzählige Stadtzentren beherbergen Millionen von Menschen die anscheinend niemals schlafen und sich 24 Stunden durch die hell leuchteten Straßen drängen.
Hier sieht man den Han River der Seoul in eine Nord und eine Südhälfte teilt.

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -


Sollte ich den Blog mal wieder länger nicht aktualisieren liegt es nicht daran, dass es nichts zu berichten gibt - sondern viel mehr am chronischen Zeitmangel. Bei all den Attraktionen die hier auf mich warten muss ich neben Sport, sozialen Aktivitäten und Partys auch noch Studieren. Allein für Letzteres benötige ich einige Zeit fürs Vor- und Nachbereiten von Vorlesungen.

Hier sieht an den Ursprung allen Übels - der "harte Kern" jeder Party - eine Chaostruppe.
Gemeinsam haben wir die "International Soju Community" gegründet welche sich an wachsender Beliebtheit und Mitgliederanzahl unter den internationalen Studenten erfreut.
Jeden Sonntag veranstalten wir ein Fussballmatch zwischen der "ISC" und Koreaner. Seit zwei Wochen spielen wir auf Großfeld!

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -


Vergangenes Wochenende sind wir tief in die Koreanischen Traditionen und religiösen Werte des Landes eingetaucht. Wir Sechs waren auf einer kleinen Insel im Gelben Meer. Dort übernachteten wir in einem Buddhisischen Bergkloster wo wir den Zeremonien er Mönche beiwohnen durften. Nach dem Abendessen welches sehr schlicht gehalten aus Reis und einigen Sidedishes bestand mussten wir um 9°° zur Nachtruhe übergehen. Als Schlafplatz diente ein leeres Zimmer mit Holzboden und ein paar Decken für jedermann.


Mit asiatischen Klängen von Trommel und dem "Megagong" wurden wir um 3°° von den Mönchen zum Morgengebet geweckt. Anstatt vom Gebetstempel erklommen wir die Bergspitze wo sich eine Gebetsgrotte mit vorgeschobener Steinterasse in der Steilwand befindet.
Die Temperaturen sind noch sehr angenehm und so konnten wir die spirituelle Atmosphäre des Outdoor - Gebets mitten in der Nacht mitverfolgen.


Der Sonnenaufgang war gigantisch und es herrschte eine tolle Stimmung als die Sonne im Osten aufging und die Natur auf den vielen kleinen Inseln im Gelben Meer wachküsste.
Auf dem Berg weit weg vom Boom Koreas wurde mir die Reinheit der Luft und die Ruhe im Vergleich zu Seoul wirklich bewusst.

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -



Nun noch ein bisschen was aus meinem Privatleben hier im International House.
Mas mein Mitbewohner sowie meine Zimmerhälfte stellen sich kurz vor:

Das ist Mas, er kommt aus Paris und hat einen schwarzen Humor.
Wir kommen bestens miteinander aus und haben jede Menge Spaß.


Mein Bett - Mein Schreibtisch - Mein Regal - Mein Stuhl - Mein Laptop

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -

Noch kurz ein bisschen was Kulinarisches: Das ist Kimbab - die Koreanische Version der Japanischen Maki. Extrem Lecker! Wird immer frisch zubereitet und ist in verschiedensten Ausführungen erhältlich. Ob vegetarisch - mit Fisch oder Fleisch... diversen Seefood oder Sonderwünschen - kein Problem.
Da ich ein großer Fan bin erfreut es mich besonders, dass ein solcher Teller umgerechnet ca. 1,50 € kostet. Jetzt bin ich hungrig - ich geh was essen.


Liebe Grüße an den Rest der Welt!